Frühstück in van Goghs Mohnfeld

Verfasst von Tanja Neiber. Veröffentlicht in Neuigkeiten

Vor ca. einem Jahr standen Annemarie, Miriam und Nina kurz vor ihrem Abitur. Doch gerade als Schülerinnen des LK Kunst wollten die drei danach nicht einfach gehen. Sie wollten Spuren hinterlassen, „irgendetwas Schönes, worüber sich die SG-Schüler noch lange freuen werden“.

Der Traum von einem großen –  „aber bitte einem wirklich großen!“ – Wandgemälde war geboren. Als Fläche bot sich das Wandbild im Aufenthaltsraum der Cafeteria an, das erneuert werden sollte. Doch welches Motiv? Schnell wurde van Gogh ins Auge gefasst: „Diese leuchtenden Farben und die lebendigen Pinselstriche! Erst, wenn man in echt vor dem Bild steht, sieht man diese ganzen Erhebungen und Strukturen“. Dieses Erlebnis wollte man auch den Schülerinnen und Schülern verschaffen. Die Wahl fiel auf ein Mohnblumenfeld: „Dann hat man das Gefühl, als würde man in der Natur sitzen!“

Schon bei der Grundierung der Holzplatten wurde das riesige (Aus)maß deutlich: Vor dem Abi würde das Bild auf keinen Fall fertig werden. So entstand in vielen Freistunden und an weiteren Terminen über die Schulzeit hinaus Stück für Stück die rotgetupfte Landschaft. Und mit jedem Pinselstrich verabschiedete man sich auch ein bisschen mehr von der Schule. Doch die Erinnerung würde bleiben. An einem Samstag war es dann geschafft. Nun wurde das Bild noch lackiert, damit es auch einen so seidigen Glanz erhielt wie van Goghs Ölfarben. Und zum Jahresanfang konnte es endlich in den frisch renovierten Aufenthaltsraum einziehen. Dort entfaltet das Mohnfeld nun seine Wirkung: Seine Farben harmonieren wunderbar mit der Sitzlandschaft aus blauen und roten Stühlen, der weite Himmel lädt in Pausen zum Hineinträumen ein und die knallroten Blüten haben schon vielen Betrachtern ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Danke, Nina, Miriam und Annemarie!

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