Jedes Jahr ist die Englandfahrt ein besonderes Abenteuer für die Sechstklässlerinnen und Sechstklässler des Schwalmgymnasiums, die auf große Reise gehen und bleibende Eindrücke sammeln. Vor den Sommerferien machte sich die Gruppe auf, Sittingbourne, Herne Bay, Hastings, Canterbury und natürlich London zu erkunden. Zu einem Bericht von der gelungenen Fahrt geht es hier...
Sonntag, 22.06.2025: Anreise
Am frühen Morgen um 6:30 Uhr startete unsere Busfahrt mit 48 Schülerinnen und Schülern und vier Lehrkräften in Treysa. Nach elf Stunden Fahrt ging es in Calais auf die Fähre, und trotz der langen Fahrt waren wir ganz aufgeregt, als wir nach weiteren 90 Minuten die weißen Kreidefelsen von Dover sahen und wussten, dass wir endlich England erreicht hatten. Um 20 Uhr Ortszeit kamen wir schließlich in dem kleinen Ort Sittingbourne an, wo uns unsere Gastfamilien herzlich in Empfang nahmen.
Montag, 23.06.2025: Herne Bay – der kleine Küstenort
Bereits um 8 Uhr machten wir uns an unserem ersten Tag auf den Weg, den nahegelegenen Ort Herne Bay mit seinem langen Kieselstrand zu erkunden. Ein Großteil der Gruppe mit drei Lehrkräften machte sich dann zu einer 10km-Wanderung auf, entlang der Küste mit steilen Klippen und wunderschöner Natur, bis zur Kirchenruine in Reculver. Der Rest der Gruppe verbrachte die Zeit am Strand und genoss das Rauschen der Wellen. An diesem Tag bekamen wir außerdem die Möglichkeit, zum ersten Mal in einem englischen Supermarkt einkaufen zu gehen, und entdeckten dabei auch ganz neue Produkte, die wir so aus Deutschland nicht kannten. Besonders das Kaufen von Getränken kam bei einigen nicht zu kurz.
Dienstag, 24.06.2025: Das Abenteuer in der Großstadt London
Wie kann man sich eine riesige Stadt mit vielen Verstecken und Geheimnissen vorstellen? Ein großes Abenteuer erwartete uns am zweiten Tag. Unser Tag begann früh morgens, denn bis nach London dauerte es ca. zwei Stunden mit dem Bus. Dort angekommen, bemerkte man direkt, dass es eine Großstadt ist, voller Menschen und riesiger Gebäude. Von Greenwich aus fuhren wir mit einem Boot auf der Themse bis zu den Houses of Parliament. Die Tower Bridge sahen wir als erstes, danach das Riesenrad “London Eye” und schließlich Big Ben, einen riesigen Turm mit großer Glocke, wo wir dann aus dem Boot ausstiegen. Danach ging es zu Fuß durch den St. James Park zum Buckingham Palace. Der König war sogar dort (das konnte man an der wehenden Fahne erkennen), und ebenso die Wachen vor dem Buckingham Palace. Es war faszinierend, wie synchron diese alles machten. Danach konnten wir sogar einigen Wachen beim Üben zuschauen. Freizeit in der Stadt hatten wir natürlich auch, nämlich in Covent Garden mit vielen Shopping-Möglichkeiten, wo wir Souvenirs, Schmuck und andere Dinge kaufen konnten. Abschließend fuhren wir mit der U-Bahn zum Ausgangspunkt zurück, wo wir uns mit dem Bus wieder auf die Rückreise nach Sittingbourne machten. So verließen wir die Stadt mit vielen neuen Eindrücken. Es war für alle ein aufregender und schöner Tag in London.
Mittwoch, 25.06.2025: Hastings – der viktorianische Seeort an der Südküste
Heute besuchten wir den Küstenort Hastings, wobei unsere Busfahrt wieder um 8 Uhr losging. Nach einer zu Beginn etwas kurvenreichen Fahrt mit dem Bus, kamen wir schließlich an der Strandpromenade an. Nachdem alle aus dem Bus ausgestiegen waren, machten wir uns auf den Weg zu den Schmugglerhöhlen. Es dauerte nicht lange, da waren wir schon angekommen. In den Höhlen waren überall schöne Lichter. Wir folgten den Pfeilen und trafen irgendwann auf eine (Film-)Show, die sich alle fünf Minuten wiederholte. Dort erfuhren wir viel über die Schmuggler und ihr Leben. Am Ende der Höhlen gab es einen kleinen Shop, in dem man Souvenirs kaufen konnte. Danach durften wir uns aussuchen, ob wir in Kleingruppen an den Strand oder in die Stadt gehen wollten. Einige von uns spielten sogar Minigolf in den schönen Anlagen direkt am Strand. Um 18:00 Uhr trafen wir uns alle wieder und fuhren zurück nach Sittingbourne. Es war wieder ein toller Tag!
Donnerstag, 26.06.2025: Canterbury – der bekannte historische Ort
Am letzten Tag besuchten wir die historische Stadt Canterbury, die besonders bekannt für ihre Kathedrale und die teils noch gut erhaltene Altstadt ist. Für eine Stadtführung wurde die Gruppe aufgeteilt, und zwei Stadtführer zeigten uns die Kathedrale (von außen) und die Altstadt und erzählten dabei interessante historische Dinge. Auch wenn viele von uns schon müde waren, waren andere sehr engagiert dabei, Fragen der Stadtführer zu beantworten. So lernten wir viel über die älteste Schule Großbritanniens, die in Canterbury liegt, und auch über die Umwandlung des Landes vom katholischen zum anglikanischen Glauben unter Heinrich VIII. Am Ende konnten wir noch eigene Fragen stellen, bevor wir wieder einige Stunden Freizeit in Kleingruppen bekamen. Einige von uns trafen sich mit den Lehrkräften sogar zu einem traditionellen “Cream Tea” mit Scones, die wirklich lecker schmeckten, aber auch sehr satt machten. So ging auch unsere Fahrt nach Canterbury zu Ende.
Donnerstag/Freitag, 26.06./27.06.: Rückreise
Von Canterbury aus wollten wir anschließend zur Fähre in Dover fahren, um unsere Rückreise anzutreten. Jedoch standen wir plötzlich vor einem großen Problem, weil ein wichtiges Kabel beim Bus anscheinend von einem Marder durchgebissen worden war und wir nicht wussten, ob wir denn überhaupt noch rechtzeitig losfahren könnten. Zum Glück war unser Busfahrer Dirk sehr geschickt und schaffte es nicht nur, das Kabel zu finden, sondern auch zu reparieren, sodass wir pünktlich in Dover ankamen. Nach der Fährfahrt setzten wir unsere Nachtreise fort, wobei die meisten von uns nach diesem ereignisreichen Tag tief schliefen. Um 7:30 Uhr kamen wir schließlich pünktlich in Treysa an und konnten von unseren Eltern in die Arme geschlossen werden.
Es war eine schöne Fahrt, an die wir uns noch lange erinnern werden!