Stolpern - Gegen das Vergessen

Es ist ein absolutes Glück und Privileg bei so einem Projekt mitzumachen und mit den Zeitzeugen in Kontakt zu kommen. Das werde ich nie vergessen.“ So das Feedback einer Schülerin aus dem Geschichts-LK der Q1. Gemeint ist das Stolperstein-Projekt, das die Q1-Leistungskurse PoWi und Geschichte in den letzten Wochen in Kooperation mit der Stadt Schwalmstadt, der Gedenkstätte Trutzhain und dem Ehepaar Gunter und Katja Demnig durchgeführt haben.

Der PoWi-LK von Frau Hellmig hat sich hierbei um "das Finanzielle" gekümmert, d.h. Firmen angeschrieben, um Spenden gebeten und auch die jetzigen Besitzer der Häuser benachrichtigt, vor denen Stolpersteine verlegt werden sollten. Die Mühe hat sich gelohnt, da auf diese Weise genügend Geld für 15 neue Stolpersteine gesammelt wurde.

Der Geschichts-LK von Frau Meschede hat sich "mit der Quellenlage" auseinander gesetzt. Dies war nicht immer einfach, da über die jüdischen Familien teilweise sehr wenig, manchmal sogar widersprüchliche oder auch immer wieder neue Informationen bekannt wurden. Mit großem Glück wurden von zwei der vier Familien noch lebende Angehörige in den Niederlanden ausfindig gemacht und nach Treysa eingeladen. „Es war schon etwas ganz Besonderes, vor den Angehörigen die Geschichte ihrer Vorfahren zu erzählen und dann auch noch später mit ihnen selbst darüber zu sprechen“, so eine andere Schülerin.

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Eine unvergessliche Geschichtsstunde – Zeitzeugengespräch von Schwalmschülerinnen und Schwalmschülern mit einem 91-Jährigen

So eine Geschichtsstunde haben die 16 Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler des Schwalmgymnasiums bisher noch nicht erlebt. In Michelsberg trafen sie den 91-jährigen Max Weigel, trotz seines hohen Alters eine rüstige und bemerkenswerte Persönlichkeit. Als wenn es erst gestern gewesen wäre, erzählte er den gespannt lauschenden Schülerinnen und Schülern seine aufregende Lebensgeschichte:

Vor bald einem Jahrhundert wurde er im damals fast ausschließlich von Deutschen bewohnten aber nach dem Ersten Weltkrieg tschechoslowakisch gewordenen Sudetenland geboren und genoss dort eine unbeschwerte Kindheit, die doch eng mit der Weltgeschichte verknüpft war. Er erlebte 1938 den „Anschluss“ seiner Heimat an das Deutsche Reich genauso wie den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges ein Jahr später. Als Jugendlicher wurde er noch kurz vor Kriegsende eingezogen und bald darauf schwer verwundet. Eine Notoperation durch einen amerikanischen Arzt rettete ihm das Leben, der Granatsplitter ist bis heute in seinem Kopf. Eine Rückkehr in seine alte Heimat war nach der Gefangenschaft nicht mehr möglich, weil dort die Deutschen vertrieben wurden. Durch viele Zufälle gelangte er nach Michelsberg, wo er eine Familie gründete und in dem er bis heute lebt.

Für die anwesenden Schülerinnen und Schüler war dies wirklich eine unvergessliche Geschichtsstunde, wie dies in ihren Gesichtern schon während des Vortrages deutlich abzulesen war und sie danach in ihren Rückmeldungen noch einmal eindrücklich bekundeten. Eine Geschichte, die für sie, obwohl sie doch heute dasselbe Alter haben wie Max Weigel damals, kaum zu begreifen ist.

Umso mehr bedankte sich Andreas Göbel, Lehrer am Schwalmgymnasium und Organisator des Gesprächs, bei Max Weigel für diese einzigartige Erfahrung, die er den Schülerinnen und Schülern durch seinen bemerkenswerten Vortag ermöglichte. Sie helfe den Schülerinnen und Schülern ein geschichtliches Bewusstsein zu entwickeln und mache ihnen zugleich den hohen Wert von Frieden und Freiheit besonders deutlich, so Göbel abschließend.

More than honey? – Auf jeden Fall!

Umwelt-AG wird im Bundesumweltwettbewerb für Bienenprojekt ausgezeichnet.

Wir alle kennen Honigbienen – kleine summende Tierchen, die für tollen Honig sorgen und pieksen können. Doch sie sind noch viel bedeutsamer, als wir alle denken! Und das hat auch die Umwelt-AG fasziniert.

Im Winter 2018 haben wir damit begonnen, uns über Bienen schlauchzumachen, sie kennen- und auch lieben zu lernen. Wir erfuhren viel über die Honigbienen, über das Leben im Bienenvolk, ihren Körperbau, wie der Honig entsteht und natürlich auch, warum sie mittlerweile so bedroht sind. Grund dafür sind unter anderem die vielen Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft, an denen Bienen sich vergiften und dann sterben.

Dabei sind Bienen so wichtig! Dass sie Honig herstellen, ist der eine Grund, jedoch würde es ohne die Bienen und ihre Bestäubung von Pflanzen kaum Obst und Gemüse und damit auch weniger Nahrung für Tiere und Menschen geben. Wir stellten also fest: Die Bienen sind für uns überlebenswichtig!

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Jahreshauptversammlung des Ehemaligenvereins des Schwalmgymnasiums

Vor Kurzem lud einmal wieder der Ehemaligenverein des Schwalmgymnasiums seine Mitglieder zur Jahreshauptversammlung in ihre ehemalige Wirkungsstätte ein. Die stellvertretende Vorsitzende, Malwina Schenk, konnte über zahlreiche Aktivitäten des Vereins berichten. Beispielsweise wurde schon zum zweiten Mal erfolgreich ein Ehemaligenkonzert durchgeführt, bei dem unter der Leitung von Reiner Eder 50 Ehemalige vor über 150 Zuhörern zusammen musizierten und dabei eine musikalische Unterhaltung auf höchstem Niveau boten.

Ein besonderes Anliegen des Vereins bleibe es zudem, den Kontakt zwischen Ehemaligen und der Schulgemeinde zu pflegen. Dies stehe für den Ehemaligenverein auch im Zentrum des anstehenden 111-jährigen Schuljubiläums. Dort werde er mit einem großen Ehemaligentreffen am Samstag, dem 05.09.2020, und mit über das Jahr verteilten Vortragsveranstaltungen, Musikveranstaltungen sowie dem Berufsorientierungsabend mit Ehemaligen eine wichtige Rolle spielen.

Bei der anschließenden Neuwahl wurden alle bisherigen Mitglieder des Vorstandes einstimmig von der Versammlung in ihren Funktionen bestätigt. (1. Vorsitzende: Katharina Eisenach, 2. Vorsitzende: Malwina Schenk, Kassenführer: Frank Siesenop, Schriftführer: Andreas Göbel)

Danach schloss die alte und neue stellvertretende Vorsitzende Malwina Schenk die Versammlung mit dem hoffnungsvollen Ausblick, dass der Ehemaligenverein in den nächsten Jahren weiter wachsen und seine Aktivitäten erfolgreich ausbauen werde.