Der Ausflug ins Fridericianum in Kassel am 24. April bereitete den Kunst-Leistungskursen der Q–Phase sowohl viel Spaß als auch zum Nachdenken anregende Momente. Wir Schülerinnen und Schüler waren von der Fotokunst der Künstlerin Catherine Opie zugleich fasziniert als auch bewegt. Sie stellte über 70 ihrer Exponate dem Fridericianum zur Verfügung.
Geleitet durch eine kurze, aber dennoch informative Führung konnten wir uns mehr unter ihrer Herkunft, ihrer Geschichte und der Bedeutung ihrer Fotografien vorstellen. Ihre Fotografien dienen als Plattform für queere Menschen, um unter anderem ihre Identität, ohne Scham oder Angst vor Hass, zu zeigen. Dennoch waren nicht alle ihrer Werke unter einem Thema zusammenzufassen. Ein Portrait von ihr selbst thematisiert beispielsweise Schmerz und Tabus, was uns tatsächlich berührt und teilweise auch schockiert hat. Unter anderem zeigt Opie mit ihren Bildern, dass hinter Rassismus individuelle Schicksale stecken und verweist dabei auf eine Krankenschwester und Mutter, die aufgrund ihrer Hautfarbe erschossen wurde. Ein weiteres Thema hinter ihren Werken ist die Fotografie an sich. Sie zeigt teils verschwommene Bilder, deren Motive unsere Vorstellung dennoch scharf stellt.
Anschließend sind wir einzeln oder in kleinen Gruppen durch das Museum gegangen, um uns mit einigen ihrer Werke genauer auseinanderzusetzen. Dabei haben wir versucht, zwei bis drei ihrer Fotografien nachzustellen, um diese besser nachvollziehen zu können oder uns einfach über ihre Thematik zu unterhalten. Geendet hat der Ausflug gemeinsam am Ausgang des Fridericianums. Dort trennten sich dann die Wege in das schöne und kunstreiche Kassel, um dort noch einmal das gute Wetter zu genießen und uns über die aufgenommenen Informationen oder auch offene Fragen zu Opies Exponaten auszutauschen.
Wir kehrten zurück mit einer erweiterten Sicht auf die Kunst!